"Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich behüte auf dem Weg und dich an den Ort bringe, den ich bereitet habe."
(2. Mose 23,20)
Vor einiger Zeit begegnete mir folgender nachdenkenswerter Spruch: "Wer vor GOTT kniet, kann vor Menschen aufrecht stehen."
Mose: Er beugte seine Knie vor GOTT – und konnte aufrecht vor dem Pharao stehen.
Hananja, Misael und Asarja: Sie beugten ihre Knie vor GOTT – und konnten aufrecht vor Nebukadnezar stehen.
Elia: Er beugte seine Knie vor GOTT – und konnte aufrecht vor Ahab stehen.
Es wird die Zeit kommen – und sie ist jetzt schon da – wo wir als Zeugen unseres auferstandenen Erlösers aufrecht vor dieser Welt stehen müssen. Vor Fürsten und Königen, Richtern und Vorgesetzten ... und vor den Großen und Mächtigen dieser Erde. Meine geschätzten Freunde, an dieser Stelle möchte ich uns etwas immens wichtiges, von grundlegender Bedeutung ans Herz legen. Hierbei handelt es sich keineswegs um eine Nebensächlichkeit, sondern um einen wesentlichen biblischen Grundsatz, den wir mit größter Sorgfalt beachten sollten. Vom rechten Verständnis dieser Wahrheit hängt viel mehr ab als uns oft bewusst ist. Unser ganzes Denken, Urteilen und Handeln sollte davon geprägt sein. Gelingt uns dies durch GOTTES Gnade, bedeutet das im Glauben nicht etwa einen großen oder riesigen Schritt nach vorne, sondern einen echten Quantensprung.
Der Feind ist ein Meister der Umstände. Was meine ich damit? Nun, viele Bekenner des christlichen Glaubens sind "Schönwetter-Christen." Läuft's im Leben gut, alles okay und in bester Ordnung, ist das "Christsein" eine schöne, entspannte Sache. Doch was wenn die Sonne plötzlich verschwindet und sich finstere Wolken über dir auftürmen? Wenn gewaltiges Donnergrollen den Himmel erfüllt, heftige Stürme und mächtige Blitze dir um die Ohren fliegen? Ist nicht genau das der Zeitpunkt, an dem offenbar wird, was wirklich in uns steckt? Echter Glaube, durch wahre Gemeinschaft mit Jesus ... oder nur ein trockenes Lippenbekenntnis?
An diesem Punkt setzt der Widersacher an. Umstände. Wie viele Menschen haben sich wohl im Laufe ihres Lebens von herausfordernden Umständen in die Knie zwingen lassen – und am Ende gar das "Handtuch" geworfen? Jesus kennt diese Methode des Feindes ganz genau. Darum appellierte er eindringlichst an uns:
"So nehmt euch nun zu Herzen, dass ihr eure Verteidigung NICHT vorher überlegen sollt; denn ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der ALLE eure Widersacher NICHT werden widersprechen noch widerstehen können." (Lukas 21, 14-15)
Unglaublich! Freunde, lassen wir diese Verheißung einfach mal auf uns wirken. Ist uns eigentlich bewusst, was hier geschieht? Der einzige, der volle Souveränität, uneingeschränkte Autorität und allumfassende Macht besitzt, ist GOTT. Dagegen repräsentieren menschliche Weisheit, Macht und Autorität nicht mal den Bruchteil eines Staubkorns. Und dieser GOTT, der GOTT Abrahams, Isaaks und Jakobs, steht Dir zu Seite! Menschen mögen dir drohen, dich einschüchtern oder unter Druck setzen ... doch der HERR hat schon längst eine Antwort darauf: "Die Könige der Erde lehnen sich auf, die Herrscher der Welt verschwören sich gegen den HERRN und seinen Gesalbten ... Doch der Herrscher im Himmel lacht und spottet über sie." (Psalm 2, 2+4)
Jesus möchte uns nicht von den Umständen befreien, sondern IN den Umständen segnen – und Seinen Namen verherrlichen! Welche Erfahrungen würden wir mit GOTT machen, würde er uns ständig vor Herausforderungen und Prüfungen fernhalten? Der HERR lässt Umstände zu, damit du und ich seine mächtige, befreiende Hand erleben können. Hätte GOTT Daniel vor der Löwengrube bewahren können? Ja, natürlich! Hat er es getan? Nein! Warum? Ganz einfach: Wie hätte ER sich vor dem damals mächtigsten Imperium der Welt verherrlichen können? Welche Erfahrung hätte er Daniel schenken können, hätte er ihn entspannt auf seinem Zimmerchen gelassen? Die gleiche Frage können wir auch bei den drei Freunden im Feuerofen stellen. Ich glaube wir haben verstanden. Fürchte dich nicht vor dem was kommen wird. Denn ... "siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich behüte auf dem Weg und dich an den Ort bringe, den ich bereitet habe." (2. Mose 23,20)
Der HERR möchte uns gänzlich befreien, von jeglicher Furcht. Ganz besonders jedoch von Menschenfurcht, mit der Satan so erfolgreich arbeitet. Und wenn du dich aufgrund deiner Überzeugung und des Glaubens an unseren Heiland und Erlöser erklären und rechtfertigen musst, dann nimm dir zu Herzen, dass du deine Verteidigung NICHT vorher überlegen sollst; denn der HERR wird dir Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der ALLE deine Widersacher NICHT werden widersprechen noch widerstehen können!
Wenn der HERR deine Zuversicht, deine Hoffnung und deine Stärke ist, dann wirst du aufrecht vor dieser Welt stehen können – und am Ende als Sieger triumphieren. Ganz gleich vor wem du jemals stehn musst. Denn: "Wer vor GOTT kniet, kann vor Menschen aufrecht stehn."
Genau DAS wünsche ich uns allen.