Andacht

Veröffentlicht am 28. Juli 2026 um 15:30

"Du sollst den HERRN, deinen GOTT, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."
(Matth. 22,37)

Wenn dich heute jemand fragen würde, was für dich als Christ den absoluten Mittelpunkt deines Lebens bildet, würdest du vermutlich antworten: "Jesus Christus." Und genau so sollte es auch sein. Denn schließlich sind wir deshalb Christen, weil wir uns für Christus entschieden haben. Doch jetzt kommt die entscheidende Frage: Ist Jesus tatsächlich der Mittelpunkt unseres Lebens – oder nur der Mittelpunkt unseres Glaubensbekenntnisses? An diesem Punkt möchte ich uns dazu ermutigen innezuhalten, und uns einer ehrlichen, kritischen Selbstprüfung zu stellen.
Ist Jesus tatsächlich der Mittelpunkt deines Lebens?
Was bedeutet Mittelpunkt überhaupt? Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Du bist ein junger Mann und hast dich frisch verliebt. Was passiert jetzt? Ganz klar, deine "Angebetete" rückt plötzlich ins Zentrum deines Lebens. Fortan ist sie der absolute Dreh- und Angelpunkt für dich. Du beginnst alles nach ihr auszurichten, da sie jetzt in jeder Hinsicht Vorrang hat. Ob es dein Urlaub ist den du nach ihr richtest, deine Termine, deine Freizeit ... ganz gleich was es ist, sie bildet nun das Zentrum deiner Existenz. Fällt es dir schwer, all diese Dinge zu tun? Nein! Und warum nicht? Weil sie die bedeutendste Person deines Lebens geworden ist – und deine Liebe zu ihr dich dazu bewegt.
Wenden wir unseren Blick wieder auf Jesus. Wie verhält es sich mit unserer Beziehung zu IHM? Befindet sie sich auf gleichem Niveau bzw. entspricht sie der gleichen Qualität wie das eben geschilderte Beispiel? Wenn unsere Liebe zu Jesus echt ist und von Herzen kommt, werden wir uns dann nicht von selbst danach sehnen, IHN durch unseren Lebenswandel zu verherrlichen? Ist das nicht die natürlichste Konsequenz des Bundes den wir mit IHM geschlossen haben? Sein Wort wird dann nicht länger nur eine Richtschnur oder Orientierungshilfe sein, nein, es wird zum absoluten Lebenselixier. Mit vollem Eifer wirst du nach Seinem Willen fragen, in der Schrift forschen und die Wahrheit suchen, weil du erkannt hast, dass es für dein Leben nichts Wertvolleres und nichts Besseres gibt.
Doch jetzt zurück zu unserer kritischen Selbstprüfung. Bin ich tatsächlich so wie ER? Lebe ich so wie ER gelebt hat? Du magst jetzt vielleicht den Einwand erheben: "Also ... es ist ja toll wie Jesus gelebt hat ... aber wir Menschen können das nicht." Sicher? In 1. Joh. 2,6 sagt uns die Schrift: "Wer sagt, dass er in IHM bleibt, der soll so leben, wie ER gelebt hat."
Und wie lebte Jesus? Das können wir in den Evangelien klar erkennen. Sein ganzes Leben war eine einzige Hingabe an GOTT und seine Mitmenschen. Würde der HERR dich zu etwas auffordern was du niemals schaffen kannst? Natürlich nicht. Doch Freunde, an dieser Stelle möchte ich eine Sache deutlich betonen: Aus eigener Kraft werden wir es garantiert nicht schaffen. Darum, wie im Andachtsbild zu lesen: "Focus on Jesus!" Nur so wird es funktionieren! Durch Seine Kraft, werden wir zu Menschen nach Seinem Wohlgefallen. Menschen, die so leben wie ER gelebt hat. Selbstlos, barmherzig, voller Mitgefühl und voller Liebe. Durch Seine Kraft werden wir IHM fortwährend ähnlicher – wodurch Sein Charakter immer mehr Gestalt in uns annimmt. Doch das geschieht nicht zufällig und von ungefähr. Ist Jesus wirklich der absolute Mittelpunkt ... der Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben? Leider steckt oft noch viel zu viel Welt in uns – weswegen wir immer wieder straucheln und scheitern. Wir lieben diese Welt mit ihrem sündigen Charakter – und genau DAS ist das Problem. Darum möchte ich uns zu dieser aufrichtigen, selbstkritischen Prüfung unseres Herzens ermutigen. Nicht, damit wir am Ende entmutigt und niedergeschlagen über unsere eigene Schwachheit zurückbleiben, sondern damit uns gerade diese Erkenntnis dazu führt, uns von ganzem Herzen Jesus zuzuwenden.
Es gehört zu GOTTES "Spezialgebiet," aus schwach, stark zu machen. Doch gibt es eine wichtige, unabdingbare Voraussetzung dafür: Ich muss meine Schwachheit erkennen – und sie IHM bekennen. In 2. Kor. 12,9 sagt der HERR zu Paulus: "... denn meine Kraft ist gerade in den Schwachen mächtig!"
Oft haben wir schon gehört, dass wir so zu Jesus kommen können, wie wir sind. Unwürdig, voller Schmutz und Flecken – voller Kanten und Ecken. Stimmt das? Aber natürlich! Doch es ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist mindestens genauso wichtig – wird jedoch von vielen gekonnt ausgeblendet. Was aber ist die andere Hälfte? Nun, es ist die Tatsache, dass wir nicht so bleiben können wie wir sind. Worin jedoch lässt sich einer der Hauptgründe für das gekonnte Ignorieren der zweiten Hälfte finden? Ganz einfach: In der satanischen Irrlehre der Allversöhnungstheorie.
Was sagt diese Lehre? Nichts weiter, als dass GOTT – weil er Liebe ist – am Ende alle retten wird. Und wohin führt diese fatale Irrlehre? Hier schließt sich der Kreis, weil sie eben genau dazu führt, dass man die zweite Hälfte der Wahrheit gekonnt ausblendet ... was widerum zur Folge hat, dass der Mensch sich in seinem katastrophalen Zustand der Sünde wohlfühlt, und nicht das geringste Bedürfnis nach Reue, Vergebung und Heilung verspürt. Wenn wir Jesus aufrichtig lieben und ER zum absoluten Mittelpunkt unseres Lebens geworden ist, dann, meine geschätzten Freunde, entsteht in uns eine tiefe Sehnsucht nach Heiligung, weil uns die Sünde mit jedem weiteren Schritt zu Jesus hin, immer abscheulicher erscheint.
Lege deinen Focus GANZ auf Jesus – und dein Leben wird eine erstaunliche Wendung nehmen, die du NIE bereuen wirst. Garantiert!
Der HERR helfe uns dabei.