Andacht

Veröffentlicht am 30. Juli 2026 um 11:32

"... Achtet darauf, dass niemand sich selbst von GOTTES Gnade ausschließt! Lasst nicht zu, dass aus einer bitteren Wurzel eine Giftpflanze hervorwächst, die Unheil anrichtet ..." (Hebr. 12,15)

Vor einiger Zeit wurde ich Zeuge einer interessanten Situation im Straßenverkehr. In meinem Rückspiegel tauchte plötzlich ein Auto auf, dessen Fahrer es wohl ziemlich eilig hatte. Nicht genug dass er dicht auffuhr, riss er dazu noch das Auto ganz nervös von einer Seite zur anderen. Bereits nach wenigen Augenblicken zog er zum Überholen raus, trat kräftig auf's Gaspedal ... ein heller Blitz ... und das war's. In diesem Moment wurde er stolzer Besitzer eines wunderschönen Porträts, bei untergehender Sonne am Lenkrad seines Flitzers.
Doch nun kommt das interessante, was mich persönlich zum nachdenken brachte – und gleichzeitig dazu bewog, diese Andacht zu schreiben.
Was war die unmittelbare Reaktion des Fahrers auf den Blitz? Natürlich klar: Er bremste sofort. Eine ganz normale, aus einem Schreckmoment heraus resultierende Reaktion. Genau an diesem Punkt jedoch, stellte sich mir unweigerlich die Frage: Welchen Nutzen hatte er davon? Sein Bremsen kam definitiv zu spät ... was mich zu einem sehr wichtigen Gedanken aus geistlicher Perspektive führte. Wie ist das mit der Gnadenzeit, in der wir heute noch leben? Alle Menschen sind Sünder, sagt die Schrift in Römer 3. Sie "rasen" völlig unbeirrt durch ihr Leben, tun und lassen was ihnen recht scheint – und leben so, wie es ihnen gerade passt. Das ist der normale Lauf in dieser Welt – jeder tut was ihm gefällt. Doch der HERR weiß – und sieht das. Deswegen klopft und klopft er immer wieder an unsere Herzenstür, um uns aus diesem Dilemma der Hast, Eile und Rastlosigkeit zu befreien. Er bittet, ja, er ringt um Dein und mein Leben. Du bist ihm nicht egal. Was aber tun wir, wenn wir seine Stimme hören und seinen Ruf vernehmen? Rasen wir unbeirrt daran vorbei, oder bleiben wir stehn und halten inne?
GOTT ruft nicht nur einmal im Leben. Nein, er tut es mehrmals. Immer und immer wieder. ER hat unbegrenzte Möglichkeiten uns anzusprechen. Durch Träume, durch Mitmenschen, durch bestimmte Situationen und Umstände, durch unser Gewissen uvm. Freunde, GOTT ist nicht limitiert. Entscheidend dabei ist nur eines: Halte ich an ... oder flitze ich unbeirrt vorbei mit den Worten: "Jesus, ich hab's eilig ... hab grad keine Zeit!"
Noch ist Zeit der Gnade. Doch die Bibel sagt dass sie nicht ewig währt, und warnt uns davor, ihr gedankenlos und ignorant gegenüberzustehn.
Eines Tages macht es "Blitz" – und die Gnadenzeit ist beendet. Dann nützt es nichts mehr, auf die Bremse zu treten.
Meine geschätzten Freunde, GOTT wirbt immer und immer wieder um uns. Lasst uns seinen Ruf nicht ignorieren – und erst recht nicht auf die lange Bank schieben. Jeder Ruf ist eine einmalige, wunderbare Chance! Gleichzeitig kann es aber auch die letzte sein. Nicht etwa weil Jesus keine "Lust" mehr hat dich zu rufen ... nein, viel tragischer. Im Leben eines Menschen kann jederzeit der Punkt kommen, an dem er sich so sehr von GOTT entfernt – und der Welt genähert hat – dass er seine Stimme nicht mehr vernehmen kann. Das Herz ist gegenüber dem Rufen und Wirken des Heiligen Geistes verschlossen. Nicht auszumalen was für eine Tragödie das wäre.
Möge der HERR uns ernsthaft davor bewahren, und uns mit Weisheit ausrüsten, damit wir rechtzeitig auf die Bremse treten ... nicht erst dann, wenn es zu spät ist.
Das ist es, was ich Dir und mir von Herzen wünsche.