Andacht

Veröffentlicht am 23. Juli 2026 um 13:43

"Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
(Matth. 18,3)

Vielleicht fragst du dich gerade was für ein Bild das ist, bzw. was es mit der Andacht zu tun hat. Nun, hinter diesem Foto steckt nicht nur eine wahre, sondern gleichzeitig auch sehr inspirierende Geschichte. Auch wenn sie kurz ist, berührt ihre Botschaft dennoch zutiefst.
Gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Braydon, befand sich eine Mutter gerade bei ihrem wöchentlichen Einkauf im Walmart. Doch während sie mit dem Jungen durch die riesigen Gänge gemütlich umherstreifte, bemerkte sie nicht, dass dieser plötzlich weg war. Sie rief ... doch vergebens. Dann schaute sie sich zwischen den Regalen um, aber auch dort war er nirgends. Als sie merkte dass er nicht mehr zu finden war, lief sie eilends zur Information um ihn ausrufen zu lassen. Dort angekommen, ließ sie ihren Blick für einen kurzen Moment nochmal zum Ausgang schweifen – worauf sie augenblicklich "erstarrte." Was sahen ihre Augen? Ihr Junge kniete vor einer großen Tafel mit Bildern und Namen von vermissten Kindern. Sofort rannte sie rüber zu ihm. "Braydon, wo warst du, ich hab dich überall gesucht?" Darauf der Junge: "Mama, ich weiß dass GOTT alle diese vermissten Kinder wieder gesund nach Hause bringt. Deswegen bin ich hier, um für sie zu beten."
Was für ein schöner, echter, ungefärbter Glaube! Erinnert mich ein Stückweit an die Begebenheit mit dem 12-jährigen Jesus im Tempel, der seiner Mutter – die ihn tagelang verzweifelt gesucht hatte – zur Antwort gab (frei formuliert): Es gibt wichtigeres als irdische Belange. Muss ich nicht dort sein wo mein Vater ist ... in enger Verbindung mit ihm? War nicht genau DAS auch Braydon's Herzenswunsch? Durch Gebet in die Gegenwart GOTTES treten, um etwas zu tun, das weit wichtiger ist als einkaufen oder sonstige irdische Belange. Jesus sagte: "Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!"
Wie die Kinder werden? Was meinte er damit? Hier müssen wir natürlich aufpassen, dass wir "kindlich" nicht mit "kindisch" verwechseln. Letzteres hat er bestimmt nicht gemeint. Kinder haben ein gesundes, ungetrübtes und starkes Vertrauen. Zweifel kennen sie nicht. Sie wissen, dass ihre Eltern immer für sie da sind, dass sie jeden Tag zu Essen und Trinken haben, jeden Abend ein warmes Bett, Kleidung zum anziehen uvm. Auch machen sich keinen Kopf darüber, ob das nicht mal enden könnte, so dass sie plötzlich nichts mehr zu essen, kein warmes Bett und keine Kleider mehr zum anziehen haben. Keine Sekunde denken sie darüber nach, weil sie ihrem Vater und ihrer Mutter zu 100% vertrauen.
Wie steht es mit uns?
Vertrauen wir unsrem himmlischen Vater genauso wie ein Kind? Können wir ebenso unbeschwert durch den Alltag gehen, weil wir der Verheißung "Sorgt euch um nichts ..." aus Philipper 4 von ganzem Herzen Glauben schenken? Freunde, es macht einen gewaltigen Unterschied – wie er größer kaum sein könnte – ob man durch den Glauben, aus GOTTES Kraft lebt, oder ob man alles in Eigenregie "meistern" möchte. In Matth. 6,33 ruft Jesus uns zu: Trachtet zuerst nach dem Reich GOTTES ... für alles andere wird dann gesorgt sein!
Ja, lasst uns unsere Prioritäten neu ordnen. Wenn Jesus in unserem Leben ganz oben steht, dann werden wir erleben, wie so manche Sorgen, Nöte und Herausforderungen ihre erdrückende Macht über uns verlieren. Der HERR hat es versprochen Freunde! Vergeude dein Leben nicht damit, dich ständig um Morgen zu sorgen.
Setze GOTT an die erste Stelle – und beginn ihm zu vertrauen wie ein Kind. Ohne Zweifel, ohne Angst. Dann werden wir erleben, dass es Segnungen und Erfahrungen gibt, die sich jenseits aller menschlich bekannten Dimensionen befinden ... und nur durch den Glauben zugänglich sind.
Möge der Friede des HERRN uns auch heute begleiten!