"Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf IHN hat mein Herz vertraut, und mir wurde geholfen." (Psalm 28,7)
Der folgende Text wurde 1946 in Stalingrad bei Aufräumarbeiten in verschütteten Kellern gefunden. Er befand sich in der Brieftasche eines unbekannten toten deutschen Soldaten, der ihn 1943 wohl selbst geschrieben hatte. Ein bei den Arbeiten eingesetzter Kriegsgefangener, nahm das Blatt an sich, und brachte es 1953 mit nach Deutschland. Auf dem Papier war folgendes zu lesen:
"Erscheinen meines GOTTES Wege,
mir seltsam rätselhaft und schwer,
und gehen Wünsche, die ich hege,
still unter in der Sorgen Meer.
Will trüb und schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Schmerz und Qual gebracht,
so darf ich mich auf eins besinnen:
dass GOTT nie einen Fehler macht.
Wenn über ungelösten Fragen,
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an GOTTES Liebe will verzagen,
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen,
in GOTTES Rechte legen sacht;
und leise sprechen unter Tränen:
dass GOTT nie einen Fehler macht.
Drum still mein Herz und lass vergehen,
was irdisch und vergänglich heißt,
im Lichte droben wirst einst sehen,
dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstest du dein Liebstes missen,
ja ging’s durch kalte, finstre Nacht,
halt fest an diesem sel’gen Wissen:
dass GOTT nie einen Fehler macht!"
Was für ein bemerkenswerter Glaube! Wenn es uns gut geht und im Leben die Sonne scheint, ist's leicht dahergesagt: GOTT macht keine Fehler.
Doch können wir das auch in schweren Zeiten, wenn Not, Elend und Trübsal uns zu erdrücken scheinen, mit vollster Überzeugung sagen? Das "Schönwetterchristentum" hat absolute Hochkonjunktur. Jesus hat unzählige Fans auf diesem Planeten – doch wo sind seine Nachfolger? Woraus resultiert dieser Zustand? Könnte es vielleicht an einer gleichgültigen Oberflächlichkeit in Bezug auf den praktizierenden Glauben liegen?
Könnte es aber auch sein, dass die große Masse der christlichen Welt sich mit einer rein äußeren Form von Religiosität zufrieden gibt?
Oder könnte vielleicht auch das zutreffen, was Jesus in Matthäus 15,8 sagte: "Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir ..."
Mit Sicherheit tragen all diese Faktoren dazu bei, dass das Christentum heute DAS ist, was wir sehen und erleben. In 2. Timotheus 3,5 äußert sich Paulus sehr besorgniserregend in Bezug auf die Endzeit: "Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber von der Kraft GOTTES, die sie so verändern könnte, dass sie wirklich ein frommes Leben führen würden, wollen sie NICHTS wissen. Von solchen Menschen halte dich fern!"
Radikal, ehrlich und geradeaus auf den Punkt gebracht. Leider ist genau das der Zustand der heutigen Christenheit. Mein Freund, gib dich nicht mit einem "oberflächlichen, kraftlosen Jesus" zufrieden. ER lebt! ER wirkt! ER liebt dich! All das ist pure Realität! Sehnst du dich nicht auch nach diesem erhabenen, souveränen GOTT in deinem Leben? Denkst du Glaube ist was theoretisches? Nein, nicht im geringsten! Etwas praktischeres kann es kaum geben. Durch eine lebendige Beziehung zu unserem Erlöser, werden wir Seine wahre Kraft in unserem schwachen Leben deutlich spüren. Glaube, Hingabe und Vertrauen, bilden die Säulen einer echten, lebendigen Beziehung zu Jesus. Glaubst du wenn du betest? Vertraust du seinen Verheißungen?
Dann beginne, Theorie mit Praxis zu vereinen. Nimm den HERRN beim Wort. Und wenn er zu dir sagt: "Fahr hinaus wo es tief ist, und wirf dein Netz zum Fang aus! ... dann tu es, auch wenn jegliche Logik und sämtliche Fakten dagegen sprechen. Tu es im festen Vertrauen, so wie Petrus ... "Aber auf DEIN Wort hin HERR!"
Dann wirst du GOTTES Kraft erleben – und der Schein der Frömmigkeit wird weichen. DAS ist es, was die Bibel echte, lebendige Beziehung nennt.